Sonntag früh sagte unser achtes Brett krankheitsbedingt ab. Da parallel auch unsere zweite und dritte Mannschaft ein Spiel hatten und die Nachricht kurz vor der Abfahrt kam, mussten wir zu siebt antreten. Nach einiger Überlegung entschieden wir uns dazu, das achte Brett freizulassen. So hatten wir wenigstens vier Weißpartien und brachten unsere Vorbereitung nicht durcheinander.
Chris geriet direkt aus der Eröffnung heraus auf die Verliererstraße, sodass wir einem 0:2 Rückstand hinterher liefen. In unklarer, komplizierter Stellung bot mir mein Gegner Remis an, was ich nach einiger Überlegung annahm. Zu dem Zeitpunkt hatte Carsten bereits eine Figur mehr und stand klar auf Gewinn. Auch Sascha und Guido standen bereits gut. Bei Daniel war noch jedes Ergebnis möglich. Nur Horst stand ein wenig eingeengt und kämpfte ums Remis.
Nach einigem Lavieren seiner Springer und Türme konsolidierte er seine Stellung und zwang einen gegnerischen Springer zum Rückzug. Damit hatte er die Angriffsbemühungen seines Gegners abgewehrt und bot dann in der Zeitnotphase Remis an, was der Gegner annahm. Da stand es dann 1:3 aus unserer Sicht.
Guido konnte durch einen taktischen Trick eine Leichtfigur gewinnen und gewann bald darauf die Partie. Auch Carsten gewann, nachdem er die Damen tauschen konnte. Das verbliebene Turmendspiel mit Minusfigur war für seinen Gegner hoffnungslos. Somit stand es 3:3. Sascha gelang es mal wieder, seinen Druck am Damenflügel kontinuierlich zu erhöhen, bis die gegnerische Stellung unter dem Druck zusammenbrach. Und plötzlich wurde aus einem 1:3 Rückstand eine 4:3 Führung.
Nun waren alle Augen auf Daniels Stellung gerichtet. Er hatte einen Turm für einen Springer und einen Bauern gegeben und stand ziemlich unter Druck. Als es ihm gelang, mit seiner Dame und seinem Turm Drohungen gegen den gegnerischen König aufzustellen, zog dieser die Notbremse und bot einen Generalabtausch an. Danach konnte Daniel jedoch noch den letzten gegnerischen Bauern am Damenflügel schlagen und sich in ein Endspiel Springer gegen Turm mit gleichen Bauern auf der f, g und h Linie retten. So erreichte er eine Festung, die der Gegner nicht knacken konnte. Er versuchte es zwar noch mit einem Qualitätsopfer, aber das verbliebene Bauernendspiel blieb Remis.
Damit schafften wir eine schöne Aufholjagd und einen kleinen Sensationserfolg. Nun stehen wir mit 6:6 Mannschaftspunkten in der Tabellenmitte. Am 22.2. geht's weiter mit einem Heimspiel gegen Welper. Zuschauer sind wie immer herzlich willkommen.
