In der dritten Runde der Bezirksklasse Ost musste unsere dritte Mannschaft auswärts gegen Porz VII antreten: In dieser Liga eine der Mannschaften mit der besten Durchschnitts-DWZ und mit erklärter Aufsichtsambition, die (wie wir) mit zwei Siegen in die Saison gestartet war. Und unser Gegner hatte sich nicht lumpen lassen und war sehr stark nahe an der Bestbesetzung angetreten, so dass wir gerade an den hinteren drei Brettern nominell deutlich im Hintertreffen waren.

In der ersten Runde ging für die dritte Mannschaft von Niederkassel auswärts zur zweiten Mannschaft aus Kalk-Deutz, gegen die vor zwei Jahren beim damaligen Abstieg in der letzten Runde verloren wurde. In beiden Mannschaften gab es ein paar neue Gesichter, doch auch alte Bekannte und so startete das Spiel in sehr angenehmer Atmosphäre im schönen Spiellokal unserer Gastgeber.

In Runde 3 trat unsere dritte Mannschaft als Tabellenführer gegen die Mannschaft von Brühl IX an, welche nach zwei Runden im Verfolgerfeld auf Platz 4 rangierte. Die Geschichte des Mannschaftskampfs ist dann rasch erzählt: An Brett 5 bot Jonas Gegner früh Remis an, was Jonas stellungsgerecht annahm. Am Nebenbrett gewann in der Zwischenzeit Sina gegen ihren Gegner ohne Weiteres. Daniel hatte als Nächster überzeugend gewonnen, dann folgte Samuel mit einem ebenfalls sicheren Sieg. Udo und Jonte danach brauchten etwas länger, doch hatte nur Jontes Gegner zwischenzeitlich gute Chancen gehabt - letztlich überreizte er dann aber in schwieriger Stellung und musste auch die Segel streichen. So hatten wir einen 0.5 : 5,5 – Auswärtssieg in der Tasche, mit dem mit Blick auf den Rest der Saison ein deutliches Zeichen gesetzt wurde!

Finale!! In der Schlussrunde waren die Vorzeichen klar: Sieg oder Unentschieden standen dafür, mindestens Platz 2 zu erreichen und aufzusteigen. Eine Niederlage hätte aber unserem Verfolger Ford Köln noch die Möglichkeit eröffnet, an uns vorbeizuziehen. Entsprechend hatte es massive Vorbereitungen gegeben. In Porz kursierten Gerüchte. dass Jonte (Brett 2) und Samuel (Brett 3) schon Wochen vor dem Mannschaftskampf mit dem Studieren aufgehört und sich nur noch aufs Schach konzentriert hatten.

Zur zweiten Runde wollten wir gegen die Schachfreunde aus dem Bergischen in Bestbesetzung antreten. Doch hieraus wurde nichts – Helen war krank, so dass Miro am letzten Brett zum Zuge kam. Unsere Gegner traten aber auch mit Ersatz an und schnell ergab sich ein munteres Gemetzel an den hinteren beiden Brettern.