Am 01.02.26 musste die 2. Mannschaft bei der 2. Mannschaft der Schachfreunde Ford Köln antreten. Am Freitag vorher erreichte mich noch eine krankheitsbedingte Absage. Da wir schon 2 Spieler an die 1. Mannschaft abgeben mussten und auch die 3. Mannschaft zeitgleich spielen musste, hatte ich noch Glück, einen 8. Mann ans Brett zu bekommen.

Wir waren pünktlich und komplett vor Ort. Es begann ein Mannschaftskampf, der jeder Slapstickkomödie gerecht werden konnte. Bei Ford fehlte bei Wettkampfbeginn ein Spieler an Brett 8. Nach ca. 15 Minuten wurde festgestellt, dass der Ford-Spieler an Brett 7 eigentlich ans 8. Brett gehörte. Salomonisch entschied der Wettkampfleiter, dass die Partie an Brett 8 mit der richtigen Paarung neu eröffnet wird. Brett 7 wartete nun auf seinen Gegner. Da der Spieler an Brett 7 von Ford nicht erschien, gingen wir nach 30 Mintuen mit einem kampflosen Sieg in Führung. Etwa eine Stunde später konnte ich meine Partie mit Matt beenden. Mein Gegner hatte dies einfach übersehen. Gut für uns, da wir jetzt schon mit 2 Siegen führten. Als ich mir dann die restlichen Bretter anschaute, sah alles nach einem deutlichen Mannschaftssieg für uns aus. Alex und Andreas standen ausgeglichen, Ralf etwas bedenklich. Daniel an Brett 5 und Markus an Brett 6 deutlich besser, Melanie an Brett 8 ausgeglichen. 

Dann kippte der Kampf plötzlich an den Brettern 4-8. Ralf stand schon mehr als bedenklich unter Druck. Daniel hatte seinen Vorteil verspielt und Remis gemacht. Markus hatte seine vorteilhafte Stellung eine Verluststellung gewandelt. Melanie hatte zwischenzeitlich eine Bauern verloren und der Mehrbauer des Gegners war ein freier Randbauer. Nur an Brett 1 und 2 hatten sich die Gleichgewichtsverhältnisse nicht verändert. Meine Endergebnisrechnung sah jetzt eher einen Sieg für Ford als noch ein Mannschaftsremis für uns. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Der Gegner vom Markus stellte in Gewinnstellung eine Figur ein und gab dann nach etwa 15 weiteren Zügen auf. Melanie hatte durch ihre beiden aktiven Springer und Dame gegen einen aktiven und einen passiven Springer mit Dame den Bauern zurück erobert. Also Ausgleich in der Stellung. Dann beachtete ihr Gegner ein Schachgebot von ihr nicht. Da er die Dame berührt hatte, musste er diese ziehen und diese ging dann auch gleich ersatzlos verloren. Ein weiterer Sieg für uns. Ralf, der zwischenzeitlich völlig auf Verlust stand, konnte sich in ein Dauerschach retten, welches der Gegner nur unter Damenverlust hätte abwenden können. Da ihm dies nicht gefiel, einigte man sich auf Remis. Andreas machte dann ebenfalls Remis durch Dauerschach, welchem sein Gegner nur unter Figurenverlust hätte ausweichen können. Nun spielte nur noch an Brett 1 der Alex. Die Stellung war wohl objektiv Remis, gab dem Gegner aber immer noch die Chance fehlzugreifen. Anstatt die Stellung einfach passiv zu verteidigen, wurde er auf einmal aktiv und tauschte dabei dann auch die letzte verbliebene Figur. Leider hatte er sich in Zeitnot verrechnet und es blieb ein für den Alex gewonnenes Endspiell auf dem Brett. Er gab dann auch gleich auf.

Endstand 21:10 für uns! Ich kann schlecht beurteilen, ob dies so verdient war. Nach dem Hin und Her am Ende vielleicht doch. In der Höhe? Da Rodenkirchen überraschend gegen Mülheim verloren hat und auch die anderen Mannschaften für uns spielten, haben wir 3 Spieltage vor Schluss 3 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten. Nächstes Spiel ist am 15.03.26 gegen Roter Stern Mülheim zu Hause.